Tai Chi Chuan

Einleitung

Übungen zur Gesunderhaltung von Körper, Geist und Seele haben in China eine sehr lange Tradition.

Die meisten dieser Übungen haben ihre Wurzeln im Taoismus. Neben diesem spielen auch der Buddhismus und der Konfuzianismus eine wichtige Rolle. Alle diese Religionen und Weltanschauungen haben sich in China gegenseitig stark beeinflußt und tun dies auch heute noch. Dem Taoismus steht aber in diesem Zusammenhang die Hauptrolle zu.

Er bildet das Fundament für eine Geisteshaltung, die es als selbstverständlich ansieht, daß jeder Mensch angehalten ist, mit sich und seiner Umwelt in Einklang und Harmonie zu leben. Dazu gehört selbstverständlich auch die körperliche und geistige Gesundheit eines jeden. Übungen, die die Gesundheit fördern und erhalten sind also eine logische Konsequenz aus den Lehren des Taoismus.

Doch wäre dies nur die halbe Wahrheit, bilden doch Körper und Geist eine Einheit. Die Übungen sollten also nicht nur dem Körper Gutes tun, sondern auch den Geist und die Seele in Harmonie mit der Umgebung und mit sich selbst bringen.

Will man also zu einem tieferen Verständnis dieser Übungen kommen, so ist es unerläßlich sich zumindest mit den Grundlagen des Taoismus bekannt zu machen.

Die bekanntesten Übungsarten sind Qi Gong (sprich: tschi gung) und Tai Chi Chuan (sprich: tai dschi tschüan). Letzteres wird fälschlicherweise oft auch als „Schattenboxen“ bezeichnet, wobei es mit Boxen nicht das geringste zu tun hat. Beide Richtungen unterteilen sich in verschiedene Stile, wie Duft-Qi Gong, Fliegender Kranich-Qi Gong, Yang-, Chen-, Wu und Sun-Tai Chi Chuan.

Auf den diesen Seiten möchte ich Sie mit den Grundlagen des Yang Tai Chi Chuans bekannt machen. Aus Platzgründen kann hier aber leider nur eine sehr kurze Übersicht erfolgen. Zur weiteren Lektüre sind im Anhang ein Literaturverzeichnis aufgeführt sowie auf der Seite ein paar weiterführende Links. Sollten Sie Fehler oder Ungereimtheiten entdecken, so schicken Sie mir bitte ein kurze Nachricht; Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.