Linux-Einstieg ohne Vorkenntnisse: die ersten zehn Befehle

Rubrik
Lernen & Einstieg
Veröffentlicht am
19. Juli 2026
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Linux-Einstieg ohne Vorkenntnisse: die ersten zehn Befehle

Der Umstieg auf Linux scheitert selten an der Technik. Er scheitert an dem Moment, in dem ein schwarzes Fenster auf eine Eingabe wartet und man nicht weiß, welche.

Linux-Grundbefehle für die Orientierung

Vier Befehle beantworten die Frage, wo Sie sind und was dort liegt. pwd zeigt das aktuelle Verzeichnis, ls -la listet den Inhalt samt versteckter Dateien und Rechten, cd verzeichnis wechselt, cd .. geht eine Ebene zurück. Diese vier reichen für die ersten Tage vollständig aus. Die Tabulatortaste vervollständigt dabei Namen und verhindert einen großen Teil der Tippfehler.

Dateien ansehen und bearbeiten

cat datei gibt eine kurze Datei komplett aus, less datei blättert durch lange Dateien und wird mit q verlassen. head -n 20 und tail -n 20 zeigen Anfang und Ende, tail -f folgt einer Protokolldatei laufend. Für Änderungen genügt zunächst ein einfacher Editor wie nano, der seine Tastenkürzel am unteren Rand einblendet.

Die Kommandozeile ist kein Prüfungsstoff. Sie ist ein Werkzeug, das Sie mit zehn Befehlen produktiv bedienen können.

Rechte verstehen, bevor Sie sudo benutzen

ls -l zeigt in der ersten Spalte die Rechte für Eigentümer, Gruppe und alle anderen. chmod +x datei macht eine Datei ausführbar, sudo befehl führt etwas mit Systemrechten aus. Verwenden Sie sudo nur, wenn Sie verstehen, was der Befehl tut.

Die drei Fehler, die Einsteiger am häufigsten machen:

  • Befehle aus Foren ungeprüft kopieren, besonders solche mit rm -rf;
  • Fehlermeldungen überspringen, statt die erste Zeile zu lesen;
  • Handbuchseiten meiden, obwohl man befehl direkt danebensteht.

Legen Sie sich für die ersten Wochen eine Testinstallation in einer virtuellen Maschine an. Ein System, das Sie in zwei Minuten zurücksetzen können, macht aus jedem Fehler eine Übung statt eines Problems.

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