Bildbearbeitung mit freier Software: GIMP, Krita und Stapelverarbeitung

Rubrik
Software & Werkzeuge
Veröffentlicht am
18. Juni 2026
Lesezeit
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Bildbearbeitung mit freier Software: GIMP, Krita und Stapelverarbeitung

Freie Bildbearbeitung hat in den vergangenen Jahren spürbar aufgeholt. Die Frage lautet nicht mehr, ob es geht, sondern welches Programm zu welcher Aufgabe passt.

GIMP für Fotomontage und Retusche

GIMP arbeitet mit Ebenen, Masken und Auswahlwerkzeugen und deckt damit die klassische Bildbearbeitung ab. Seit der Umstellung auf die Bibliothek GEGL rechnet das Programm intern mit höherer Farbtiefe, was mehrfaches Anpassen von Kurven ohne sichtbare Abrisse erlaubt. Die Bedienung folgt einer eigenen Logik: Wer aus einem kommerziellen Programm kommt, sucht die Werkzeuge zunächst an den falschen Stellen.

Krita für Zeichnung und Illustration

Krita ist auf digitales Zeichnen ausgelegt. Die Pinselverwaltung, die Unterstützung für Drucksensitivität und die Stabilisierung des Strichs sind dort erkennbar weiter entwickelt. Für Fotokorrektur ist Krita dagegen unhandlich. Diese Arbeitsteilung ist kein Mangel, sondern eine bewusste Schwerpunktsetzung beider Projekte.

Ein Programm, das alles halb kann, verliert gegen zwei Programme, die je eine Sache ganz können.

Stapelverarbeitung gehört auf die Kommandozeile

Für wiederkehrende Aufgaben ist die grafische Oberfläche der falsche Ort. ImageMagick erledigt sie in einer Zeile: magick mogrify -resize 1600x -quality 82 -format webp *.jpg skaliert einen ganzen Ordner und schreibt ihn als WebP. Rechnen Sie mit etwa 30 bis 60 Prozent kleineren Dateien gegenüber JPEG bei vergleichbarer wahrgenommener Qualität.

Ein sinnvoller Ablauf für die Bildaufbereitung:

  • Originale unangetastet in einem eigenen Ordner belassen;
  • Korrekturen an Kopien vornehmen und Ebenen erhalten;
  • Ausgabeformate per Skript erzeugen, nie von Hand;
  • die verwendeten Parameter neben den Bildern dokumentieren.

Der letzte Punkt wird regelmäßig übersprungen und rächt sich bei jeder Nachlieferung. Eine Textdatei mit dem verwendeten Befehl kostet zehn Sekunden und spart beim nächsten Mal eine halbe Stunde Rekonstruktion.

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