Terminal-Multiplexer tmux: Sitzungen, die den Verbindungsabbruch überstehen
- Rubrik
- Software & Werkzeuge
- Veröffentlicht am
- 05. Juni 2026
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Wer regelmäßig über SSH arbeitet, kennt den Moment: Die Verbindung bricht ab, der laufende Prozess stirbt mit. Ein Multiplexer löst genau dieses Problem, und ein paar andere gleich mit.
tmux-Sitzungen überleben die Trennung
tmux startet Ihre Shell in einem eigenen Serverprozess auf dem entfernten Rechner. Trennt die Verbindung, läuft alles weiter. tmux new -s bau startet eine benannte Sitzung, tmux attach -t bau holt sie zurück. Das ist der eine Grund, aus dem sich die Einarbeitung schon nach dem ersten abgebrochenen Datenbankimport bezahlt macht.
Fenster und Bereiche statt vieler Terminalfenster
Innerhalb einer Sitzung teilen Sie den Bildschirm auf. Standardmäßig leitet Strg+b alle Befehle ein: % teilt den Bereich senkrecht, c öffnet ein neues Fenster, o springt zum nächsten Bereich. Viele Anwender legen das Präfix in ~/.tmux.conf auf Strg+a, weil die Tastenkombination flüssiger liegt. Die Aufteilung bleibt beim Wiederverbinden erhalten, samt laufender Programme.
Der eigentliche Gewinn ist nicht die Bildschirmaufteilung, sondern die Sitzung, die auf Sie wartet.
Konfiguration, die sich sofort lohnt
Vier Einträge in der Konfigurationsdatei verändern den Alltag spürbar:
set -g mouse onfür Scrollen und Bereichswechsel per Zeiger;set -g history-limit 20000für einen brauchbaren Rückblick;setw -g mode-keys vifür vertraute Bewegungstasten im Kopiermodus;- eine Statuszeile mit Sitzungsname und Rechnername, damit Sie wissen, wo Sie tippen.
Der letzte Punkt klingt banal und verhindert die teuerste Sorte Fehler: den Befehl, der versehentlich auf dem Produktivsystem landet statt auf dem Testsystem. Färben Sie die Statuszeile pro Umgebung unterschiedlich ein, auffällig für Produktion, gedämpft für alles andere. Diese fünf Minuten Konfiguration haben schon manchen Abend gerettet.